Die historische Kriminalistik bildet eine wichtige Grundlage für das Verständnis kriminalistischer Methoden. Nikola Hahn interessiert dabei vor allem, was frühe kriminalistische Arbeiten über Methoden, Denkfehler, Wahrheitsbegriffe und professionelle Haltung zeigen – und was davon heute noch trägt.
Die kommentierte Neuausgabe von Lothar Philipps Kriminalistische Denklehre macht einen solchen Text wieder zugänglich und ordnet ihn fachlich ein.
„[…] Beim Durchlesen der Berichte der unteren Organe der Polizei fällt oft der völlige Mangel an logischem Denkvermögen auf; Fehlschlüsse über Fehlschlüsse! […]
Kriminalistische Werke, die vor fünfzig und hundert Jahren entstanden sind, kennt man nicht […] und oft kommt einem der Gedanke, daß wir heute […] etwas Neues vorgetragen erhalten, was tatsächlich schon in jenen […] enthalten war.“
(aus dem Vorwort zur Erstausgabe, 1927)
Viele grundlegende Texte der Kriminalistik sind heute schwer zugänglich und werden eher zitiert als gelesen. Das gilt auch für Lothar Philipps Kriminalistische Denklehre von 1927.
Philipps Arbeit zeigt, wie früh zentrale Fragen des Kriminalistischen Denkens formuliert wurden – und wie schnell solche Linien in der späteren Fachliteratur wieder unscharf werden können.
Die Ausgabe enthält neben dem edierten Text ergänzende Materialien:
Ziel der Neuausgabe ist es, das Werk nicht nur zugänglich zu machen, sondern fachlich anschlussfähig. Auch für das Modell "KD-Haus" diente Philipps Denklehre als Referenz.
Das Buch richtet sich an Fachleute aus Kriminalistik, Lehre und Forschung sowie an Leserinnen und Leser, die die historischen Grundlagen kriminalistischer Methodik im Original nachvollziehen wollen.
Alle Fachbücher können direkt über den Verlag bestellt werden.
Die Exemplare sind handsigniert.
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