1967 suchte der Ire Neil O’Donnell nach einem Weg, internationale Verständigung auf direkter Ebene zu fördern – von Mensch zu Mensch. Zu einer Zeit, als Briefe selbstverständlicher waren als Telefonate, hatte er die Idee mit dem Schuhkarton.
Die Pappschachtel diente ihm als Adressenarchiv für Briefkontakte. Am 7. April 1967 befand sich darin genau eine Adresse: seine eigene. So wurden die International Penfriends geboren.
Was so bescheiden begann, verbreitete sich über die Jahre weltweit und verband Menschen durch Briefe.
Neil O’Donnells Idee, durch internationale Brieffreundschaften Verständnis und Freundschaft zwischen Menschen verschiedener Länder und Kulturen zu fördern, ist bis heute Leitmotiv von IPF. Die Türen stehen allen offen – unabhängig von Herkunft, Sprache oder persönlichen Überzeugungen.
Aus dem kleinen Schuhkarton von einst wurden bald zahlreiche Karteikästen. Als auch diese an ihre Grenzen stießen, setzte Neil Computer ein, um Verwaltung und Vermittlung zu erleichtern. So wurde moderne Technik zum Helfer des „altmodischen Gesellen Brief“.
In einer Zeit, die vielerorts von Spannungen geprägt ist, setzt IPF bewusst auf das Miteinander von Menschen.
Die Penfriends sind zwischen acht und achtzig Jahre alt. Unterschiedliche Lebenswege und Kulturen begegnen sich hier auf Augenhöhe.
Weltweit tragen mehr als hundert Repräsentanten das Netzwerk. Sie werben für die Vereinigung, begleiten die Mitglieder und vermitteln mit persönlichem Engagement neue Brieffreundschaften. Die Freude am Briefeschreiben verbindet sie alle.
Ich bin eine davon.
Neil O’Donnell starb am 4. August 2007. Kurz darauf wurde der internationale Hauptsitz von Irland nach Australien verlegt. Die Leitung übernahm Julie Delbridge, die zuvor bereits eng an seiner Seite tätig war.
Die Idee jedoch lebt weiter: Menschen durch Brieffreundschaften miteinander zu verbinden und internationale Freundschaft im Alltag erfahrbar zu machen. Gerade heute zeigt sich, wie zeitlos dieser Gedanke ist.
Warum ich bis heute überzeugt bin, dass Briefe ihren Platz haben, lesen Sie hier.
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