Warum Briefe schreiben?

Ein Brief statt Telefon und Computer:

So was Altmodisches!

 

Das waren die Worte eines modernen Zeitgenossen, als ich ihm von meiner Begeisterung fürs Briefeschreiben erzählte. Er konnte sich kaum vorstellen, dass jemand heute noch daran Freude findet. Nach kurzem Zögern räumte er dann ein, dass er sich doch irgendwie freut, wenn zwischen all der Werbung einmal ein „richtiger“ Brief in seinem leicht verrosteten Briefkasten liegt. „Aber wer schreibt mir schon?“, fügte er sofort mit einem schiefen Lächeln hinzu.

 

Das zeigt mir, dass der gute alte Brief auch in Zeiten moderner Medien seine Berechtigung hat. Wer kann sich schon der Faszination eines mit bunten Marken beklebten Luftpostbriefes entziehen, der einen Hauch fremder Welt ins Haus bringt?

 

Seit meinem zwölften Lebensjahr hatte ich Brieffreunde in fast allen Teilen der Welt und pflegte Kontakte nach Griechenland, Dänemark, Sri Lanka, Israel, Kanada, Australien und vielen weiteren Ländern – die gezeigten Bilder erinnern an diese Zeit.

"Der Brief bleibt nach wie vor die glaubwürdigste und eine der wichtigsten Formen, sich mitzuteilen."

So formulierte es der Kommunikationswissenschaftler

Joachim R. Fröhlich (Erfurt, 2002)

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